INP-Energie-Thementage
vom 26.-27.10.2017
in Speyer

Erfahren Sie mehr...

  • Spannende Herausforderungen weltweit

    Mitarbeiter werden bei uns unterstützt und gefördert und
    sind stets auf dem neuesten Stand.

    Norbert Nicklas & Silke Schütt – Recruiting
  • Seit 10 Jahren dabei.

    INP ist ein innovatives Unternehmen: hier fühle ich mich wohl und kann etwas bewegen!

    Ekkehard Kuhnle - Leiter EDV

Tagebuch: Mit INP als Young Professional nach Kanada

Reisender: Christian Tuttor

Beginn in Kanada: 10.04.2017
Projekt: Manitoba Hydro Bipol III

Tag 1: Erster Kontakt mit INP
Zeitraum: Vor ca. fünf Monaten, Anfang Januar 2017
Nach dem Abschluss meines Energietechnikstudiums in Schweinfurt war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Durch meine Internetrecherche wurde ich auf INP aufmerksam. Ich entdeckte ein Angebot von INP zur Montage und Instandhaltung von GIS-Anlagen. Hierfür wurde, neben den fachlichen Kompetenzen, vor allem eine hohe Reisebereitschaft verlangt. Mit dieser Stelle klappte es leider nicht. Ende November bekam ich jedoch einen Anruf von Herrn Knaus. Er berichtete mir von einem Projekt in Kanada, bei dem eine HGÜ-Anlage (Hochspanungs-Gleichstrom-Übertragung) entstehen sollte. Meine Aufgabe sollte die Montage und Inbetriebnahme der Transformatoren sein. Endlich hatte die Jobsuche ein Ende. Am 2. Januar 2017 trat ich meinen Job in einem Trafowerk in Nürnberg an. Hier wurde ich an die Trafos herangeführt und lernte das Projekt kennen. Meine Reise nach Kanada wurde für Anfang April angesetzt. Zunächst sollte ich zwei Wochen auf der südlichen Station (Riel Converter Station RCS) in Winnipeg arbeiten. Nach dieser Zeit würde ich dann weiter auf die nördliche Station (Keewatinohk Converter Station KCS) reisen. Diese befindet sich „nahe“ Gillam, ca. 100 km entfernt.

Tag 2: Mit INP nach Kanada
Das Visum gestaltete sich als besondere Herausforderung. Ein Visum über den „Inter-Company-Transfer“ konnte ich nicht erhalten, da hierfür eine Betriebszugehörigkeit von mindestens einem Jahr nötig gewesen wäre. Somit blieb nur eine Beantragung des „Young Professionals Program“. Dies war jedoch leichter gesagt als getan, da mit diesem Antrag bisher noch niemand Erfahrungen bei INP gesammelt hat. Doch mit gemeinsamen Kräften der INP Kanada, INP USA und der INP Deutschland konnte diese Hürde bewältigt werden.

Tag 3: Das Visum ist da!
Datum: 29.03.2017
Als das Visum endlich, am 29. März, erfolgreich bearbeitet bei mir eintraf, ging alles sehr schnell. Am selben Tag wurde noch ein Abreisedatum (10. April 2017) festgelegt und ein Flug gesucht. Plötzlich war die Abreise so nah und real geworden und zum ersten Mal verspürte ich Nervosität. Allerdings legte sich diese recht schnell wieder, denn die restliche Freizeit in Deutschland bestand nun größtenteils aus Verabschiedungen und Packen.

Vor der Abreise: Reisevorbereitungen
Zeitraum:29.03.2017 – 10.04.2017
In meiner vorerst letzten Woche im Trafowerk Nürnberg sammelte ich noch einige Daten zusammen, wie die aktuellsten Stromlaufpläne, Testprogramme und Prüfprotokolle. Auch meine endgültigen Reisedaten sowie der Ablauf der ersten Wochen wurden genau besprochen. Privat nahm das Kofferpacken sehr viel Zeit in Anspruch, denn ich musste mich für alle Eventualitäten ausstatten. Bei meiner Ankunft in Gillam würde es noch bis zu -30°C haben, allerdings kann es auf der anderen Seite im Sommer bis zu +30°C warm werden. Außerdem musste natürlich noch eine Abschiedsfeier für Familie und Freunde organisiert werden. Also lud ich an meinem letzten Samstag in Deutschland zum Grillen ein

Tag der Abreise: Jetzt geht es los!
Datum, Uhrzeit: 10.04.2017, 14:10 Uhr, Flughafen Frankfurt am Main
Da mein Vater und meine Schwester darauf bestanden mich zum Flughafen zu bringen, war die Fahrt dahin sehr angenehm. Außerdem wurden durch die Gespräche alle Gedanken verdrängt, die zu Aufregung und Nervosität hätten führen können. Erst nachdem ich alle Kontrollen hinter mir hatte und endlich im Flugzeug saß, kam die Nervosität zurück. Doch nun war es zu spät um einen Rückzieher zu machen. Das war jedoch nur ein kurzer Gedanke, denn ich freute mich ja auf dieses Abenteuer. Besonders gespannt war ich auf die, aus Film und Fernsehen bekannte, schöne Natur: Berge, große Wälder, fremde Tiere.

Tag der Reise: Endlich da!
Durch ein Gewitter in Toronto konnte das Flugzeug nicht pünktlich landen. Wegen der vierstündigen Verspätung und der langen Wartezeit beim Immigration-Office hatte ich nun leider meinen Anschlussflug verpasst und musste die Nacht in Toronto verbringen. Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann am nächsten Morgen weiter. Als ich schließlich in Winnipeg landete war jedoch alles ganz anders als erwartet. Kaum Bäume, geschweige denn Wälder, und die gefühlt größte natürliche Unebenheit der Landschaft war die Erdkrümmung selbst. Als ich mich vom Flughafen auf den Weg zum Hotel machte, überlegte ich zum ersten Mal, ob diese Reise nicht ein Fehler gewesen war. Aber so schnell wollte ich nicht aufgeben. Erst mal eine Nacht darüber schlafen.

Tag 1 nach der Ankunft: Zum ersten Mal auf der Baustelle!
Datum:11.04.2017
Nach der ersten Enttäuschung war der nächste Tag auf der Baustelle wirklich wohltuend. Selten hatte ich so freundliche Menschen getroffen. Nach einer kurzen Führung über die Baustelle konnte ich direkt mit der Arbeit beginnen. Die Arbeiter die gerade dabei waren etwas zu montieren, begrüßten mich ebenfalls sehr nett und nach einem kurzen Smalltalk konnte es weiter gehen. Die extrem freundliche und aufgeschlossene Mentalität weckte in mir wieder die Hoffnung, dass diese Reise, trotz der anfänglichen Enttäuschung, sehr schön werden könnte.

Reise in den Norden:
Nach knapp zwei Wochen in Winnipeg hieß es nun für mich Abschied nehmen und meine Reise zur nördlichen Station „nahe“ Gillam fortzusetzen. Als ich gelandet war sah ich zum ersten Mal in Kanada Schnee und Wälder. Auf der Autofahrt ins Camp begegnete ich sogar einem Schwarzbär, der vorbeifahrende Autos um Essen anbettelte. Diese Landschaft entsprach schon eher meiner Vorstellung von Kanada. Auch über meine Unterbringung im Camp kann ich derzeit nicht klagen. Das Essen ist gut und – zumindest bis jetzt – abwechslungsreich. Die Freizeitangebote sind ebenfalls vielseitig: in der Lodge gibt es Billard, Kicker, Flipper, einen Sportsimulator, Gamingräume mit PS4 und X-BOX One und vieles mehr. Bisher kann ich es hier gut aushalten, allerdings wurde ich vorgewarnt, dass einem das Leben bald wie im Gefängnis vorkommen würde.

Letzter Eintrag: So geht es weiter!
Als Tipp für alle zukünftigen Kanadareisende hätte ich: nur nicht redefaul sein. Im Gegensatz zu Deutschland wird hier viel Wert auf Small Talk gelegt. Wartet man beispielsweise vor einem Geschäft darauf, dass es öffnet und ein Kanadier kommt dazu, ist es nicht ungewöhnlich, dass man mit einem „Hey, how are you doing?“ begrüßt wird. Somit beginnt man automatisch ein kurzes Gespräch. In Deutschland kann man schon froh sein, wenn sein Gegenüber ein gelangweiltes „Guten Morgen“ herausbringt. Als Ausflug habe ich im Herbst noch einen Kurztrip nach Churchill geplant. Diese Reise wurde mir von mehreren Seiten empfohlen, da diese Stadt auf einer Wanderroute der Eisbären gegründet wurde. Außerdem kann man hier mit etwas Glück auch Wale beobachten. Bisher war diese Reise trotz kleiner Widrigkeiten zu Beginn sehr schön und ich bin gespannt darauf, was noch alles auf mich zukommen wird.

Schöne Grüße aus Kanada von Christian Tuttor!

NUR SCHWARZ-WEISS-DENKEN WÄRE ZU EINFACH

Herbert Schaal - INP Südafrika

MEINE ARBEIT BEI INP SÜDAFRIKA – EIN ERFAHRUNGSBERICHT

INP Südafrika, Herbert Schaal

Seit 1.10.2011 arbeite ich für INP. Zunächst startete ich mit der Aufgabenstellung, ein Projekt in Südafrika von Römerberg aus zu betreuen. Solange die Anzahl der Projekte bei etwas über 20 lag, konnte eine kaufmännische und vertragliche Komplettbetreuung aus Deutschland erfolgen. Durch das stetige Wachstum in Südafrika, bedingt durch die Nachfrage von Hitachi für Medupi und Kusile (einem Neubau von Kohlekraftwerken mit je sechs Blöcken mit jeweils über 4.000 MW), hat die Geschäftsführung von INP entschieden, das Personal in Südafrika entsprechend aufzustocken.

Im August 2012 habe ich die kaufmännische und vertragliche Bearbeitung an INP Südafrika abgegeben. Der rapide Anstieg unserer Mitarbeiter auf den Baustellen hat die Geschäftsleitung dann dazu bewogen, mich für das „Site Project Management“ nach Südafrika zu entsenden.

Nach den Visa-Formalitäten habe ich daraufhin im November 2012 meinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Südafrika verlegt und bin seither Mitarbeiter von INP SA. Das Aufgabengebiet umfasst sowohl die Einführung und Koordinierung von neuen INP Baustellenmitarbeitern als auch den regelmäßigen Besuch auf den beiden Baustellen, wo inzwischen mehr als 50 Mitarbeiter für INP im Einsatz sind. Die meisten Mitarbeiter kommen aus Deutschland. Die übrigen Mitarbeiter stammen aus 10 verschiedenen Ländern (von USA, Kanada, England, Polen, Irland, Portugal bis hin zu Holland uvm.). Nicht nur bedingt durch die „schwarz-weiße Kultur“, welche jedoch glücklicherweise von Nelson Mandela zum Positiven verändert wurde, sondern auch durch die verschiedenen Kulturen, die unsere Mitarbeiter mitbringen, kann man sich gut vorstellen, dass eine intensive Betreuung hier sehr sinnvoll und notwendig ist.

Für die Endkunden Mitsubishi Hitachi Power Systems Africa und Alstom arbeiten noch viele andere Unterlieferanten. INP hat jedoch in puncto Baustellenbetreuung ein Alleinstellungsmerkmal und unterscheidet sich sehr positiv von anderen Firmen. Dies wird mir fast täglich nicht nur von unseren Mitarbeitern, sondern auch von unseren Kunden bestätigt. Einen direkten Ansprechpartner vor Ort auf der Baustelle zu haben, kann so manches Problem im Keim ersticken bzw. die Information aus erster Hand sehr hilfreich und nützlich sein. Es gehört zwar nicht zu meiner Hauptaufgabe, aber auf der Baustelle das „Ohr am Kunden“ zu haben, ist sehr wichtig.

Im November 2012 bin ich mit gemischten Gefühlen in Johannesburg angekommen. Relativ schnell habe ich eine kleine Wohnung in einem sicheren Compound 12 km vom Büro entfernt gefunden. Im kleinen INP SA Team wurde ich sehr wohlwollend aufgenommen und habe mich dort schnell eingefunden.

Da Sicherheit hier das oberste Prinzip ist, es politisch aber auch noch vieles zu tun gibt, kann man das sehr schöne Land nur mit viel Vorsicht genießen. Überfälle, Autodiebstähle und Einbrüche sind fast an der Tagesordnung. Im Januar 2013 war es mir privat möglich, auch die sicherlich schönste Stadt Südafrikas zu besuchen – Kapstadt. Während des Kurzaufenthalts dort konnte ich die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, wie Tafelberg, Robin Island, Waterfront und das Kap der guten Hoffnung leider nur im Zeitraffer besichtigen. Ein Besuch dieser Stadt lohnt sich auf alle Fälle. An verschiedenen Wochenenden konnte ich ebenso einen Abstecher zum „Pilanesberg“, ein Wildreservat von der Größe des Saarlandes, unternehmen. Inzwischen habe ich nicht nur die „Big Five“ in freier Wildbahn gesehen, sondern eine Vielzahl weiterer interessanter Lebewesen wie Schlangen, Erdmännchen und andere.

Nach den Ländern Marokko, Algerien und Türkei (für meinen früheren Arbeitgeber Siemens), hatte ich meine Zelte bis 2015 im weit entfernten Südafrika aufgeschlagen. Anfang 2016 bin ich nach Ägypten gezogen und betreue seither das neue INP Branch Office in Kairo. Auch hier wird es viel zu erzählen geben, seien Sie gespannt!

Grüße aus dem Orient in die Heimat 

Herbert Schaal

SIE HABEN NOCH FRAGEN?

Norbert Nicklas & Silke Schütt Recruiting

Norbert Nicklas & Silke Schütt

Recruiting

INP Deutschland GmbH

Werkstraße 5

67354 Römerberg

Deutschland

Tel. +49 6232 6869-850